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FLINTENWEIBER_#4reloaded

2.Oktober - 6.Oktober

Mit der Ausstellung Flintenweiber_#4reloadedbringt das Flintenweiber Kollektiv ein Stück verdrängter Geschichte nach Köln – und verknüpft es mit aktuellen feministischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Der historisch belastete Begriff „Flintenweiber“ wurde einst für Rotarmistinnen verwendet, die im Zweiten Weltkrieg an der Front gegen Soldaten der Wehrmacht kämpften, häufig begleitet von misogynen und gewaltvollen Zuschreibungen. Das Kollektiv eignet sich den Begriff bewusst neu an und transformiert ihn zu einer intersektional-feministischen Ausdrucksform. Auch in der vierten Ausgabe bleibt Frau und Krieg das thematische Zentrum, ergänzt durch weitere feministische und gesellschaftspolitische Perspektiven, die allzu oft als „Randthemen“ abgetan werden.

Gerade in Zeiten, in denen rechte Ideologien zunehmend Gehör finden, ruft das Flintenweiber Kollektiv dazu auf, sich an jene Frauen zu erinnern, die sich schon damals mutig gegen Gewalt und Unterdrückung zur Wehr setzten.

Die ausstellenden Künstler*nnen der Jahre 2021 bis 2025 stammen aus unterschiedlichsten Kontexten u. a. aus Deutschland, Ukraine, Russland, Belarus, Polen, Syrien, Frankreich, Österreich, Italien, Iran, Australien, Großbritannien, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen, Peru, Niederlande. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Krieg und Freiheit, Gleichstellung und Widerstand, Gewalt und Humor. Sie zeigen auf, wie fragil die im 20. Jahrhundert hart erkämpften feministischen Errungenschaften sind – und wie wenig selbstverständlich der Frieden ist, an den wir uns in Deutschland über drei Generationen hinweg gewöhnt haben.
Ob der Krieg in Europa, der Angriff auf Abtreibungsrechte in Polen, die Proteste in Frankreich, sexualisierte Gewalt oder der Schutz von Kinderrechten: Die Werke der Künstler*innen verweben persönliche, politische und kollektive Narrative zu einem eindrucksvollen Panorama des Widerstands.

Freiheit ist ein zerbrechliches Gut. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Die Ausstellung schafft Raum für Reflexion, Diskurs und Begegnung.

Täglicher Auftakt: Antifaschistischer Kaffeeklatsch
Jeder Ausstellungstag beginnt mit einem offenen antifaschistischen Kaffeeklatsch – einer Einladung zum Austausch, Ankommen und Kennenlernen.

Rahmenprogramm

Donnerstag, 02. Oktober

Vernissage

13:00 – 18:00 Uhr
Ankommen & Ausstellung geöffnet

18:00 Uhr
Eröffnungsrede
Mit Irina Petliuk (Künstlerin & Café Ukraine)

20:00 Uhr
DJ-Set: Joelmyohan

20:45 Uhr
DJ-Set: Willy Vanilly


Freitag, 03. Oktober

11:00 – 15:00 Uhr
Antifaschistischer Kaffeeklatsch
Raum für Austausch, Gespräche & Kaffee

13:00 – 15:00 Uhr
Schreibwerkstatt:
Klassismus – Klasse – Sprache – Macht
Mit Anna Di Biase

18:00 – 19:30 Uhr
Podiumsdiskussion:
Warum muss Kunst politisch sein?
Moderation: Lena Reddemann
Mit:

– Jody Korbach: Künstlerin, collagiert Biermarken & aquarelliert konservative Berichterstattung, Gründerin des Schützenkorps Europa

Mehveş Ungan: Kuratorin & Kunstvermittlerin, Schwerpunkt intersektionale, feministische, ökologische & dekoloniale Perspektiven

– Kolja Steinrötter: Programmgalerist, Frauen-Fussballtrainer, stud. Soziologie, Politikwissenschaft & Philosophie

Lena Mrachacz: Filmwissenschaftlerin, Kuratorin und Kinoexpertin, Podcasterin

– Vanessa Castra: Künstlerin & dient bei der der Bundeswehr.

Publikumsfragen

20:00 Uhr
DJ-Set: Babe2Babe aka Pirelli + Neon Lobster

21:30 Uhr
Live: 100 Euro Band (Punk + Performance)


Samstag, 04. Oktober

11:00 – 15:00 Uhr
Antifaschistischer Kaffeeklatsch
Mit Büchertisch der Manulit Buchhandlung

13:00 – 15:00 Uhr
Workshop: Bewegung & Tanz
Mit Andrea Kößler

16:00 – 16:30 Uhr
Lesung: Rode the dragon
Mit Lisa James

18:00 – 20:00 Uhr
Erfahrungsbericht:
Frauengesundheit in Afghanistan – Hürden & Hoffnung
Mit Karina Busemann (Pflegekraft bei Ärzte ohne Grenzen)

21:00 Uhr
DJ-Set: SOFIRE


Sonntag, 05. Oktober

11:00 – 15:00 Uhr
Antifaschistischer Kaffeeklatsch
Mit Büchertisch der Manulit Buchhandlung

13:00 – 15:00 Uhr
Vortrag: Frauenbilder in der traditionellen Rechten
Mit Maximilian Preuss

15:00 – 16:00 Uhr
Workshop: Rechter Rhetorik begegnen
Mit Evelyn Illgen (Omas gegen Rechts)

16:00 – 17:00 Uhr
Queere Lesung: Neue Arschlöcher
Mit Tim-Fabian Hoffmann (Schauspieler)

18:00 Uhr
Piano Konzert
Mit ORNELLA


Montag, 06. Oktober

Vormittags geöffnet für Schulklassen
Mit interaktivem Part mit Chaos Comic Club Cologne für gemeinsames Zeichnen, Erzählen & Nachdenken

Weitere Infos zum Kollektiv:  Instagram |  Website

Das Projekt ist gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln.

Details

Beginn:
2.Oktober
Ende:
6.Oktober
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